Freue dich au Formen, Tönen,
Lausche, wenn ein Dichter spricht,
Labe deinen Geist am Schönen,
Aber Schöngeist werde nicht!
Das Leben ist schwer, das will Bedacht;
Vor dir besonders nimm dich in Acht!
Was schützt vor ungerader Bahn,
Bewahrt vor Lügen und Trügen?
Lüg' allererst dich selbst nicht an,
Wirst Andre nicht belügen.
Jung sein ist Glück und vergeht wie Dunst,
Jung bleiben ist mehr und ist eine Kunst.
Wenn Gift und Galle die Welt dir beut
Und du möchtest das Herz dir gesund bewahren:
Mach' Andern Freude! Du wirst erfahren,
Daß Freude freut.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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