Herein von draußen in verworrnem Schwalle

Verletzt mein Ohr ein Schwirren und ein Summen,

Ein Flattern, Schnattern, Krächzen, Blöken, Brummen,

Geflügel in dem Hofe, Vieh im Stalle.

 

Und innen hier die Tisch′ und Bänke alle

Besetzt mit viel Gesichtern, matten, dummen,

Bepflanzt mit viel Gestalten, trägen, krummen;

Das Aug′ ist mit dem Ohr im gleichen Falle.

 

Da tritt herein im schlankgeschnürten Mieder

Ein Mädchen, das mit einem Gruß mich kirret,

Von allen Sinnen fällt es mir wie Schuppen.

 

Der Wirtschaft Mißlaut schmilzt in sanfte Lieder,

Sowie sie spricht; und wie sie blickt, entwirret

Sich rings der Knäu′l in wohlgefällige Gruppen.


Das Gedicht "Herein von draußen in verworrnem Schwalle" stammt von   (1788 - 1866).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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