Heiterkeit, güldene, komm!

du des Todes

heimlichster, süßester Vorgenuß!

- Lief ich zu rasch meines Wegs?

Jetzt erst, wo der Fuß müde ward,

holt dein Blick mich noch ein,

holt dein Glück mich noch ein.

 

Rings nur Welle und Spiel.

Was je schwer war,

sank in blaue Vergessenheit -

müßig steht nun mein Kahn.

Sturm und Fahrt - wie verlernt er das!

Wunsch und Hoffen ertrank,

glatt liegt Seele und Meer.

 

Siebente Einsamkeit!

Nie empfand ich

näher mir süße Sicherheit,

wärmer der Sonne Blick.

- Glüht nicht das Eis meiner Gipfel noch?

Silbern, leicht, ein Fisch

schwimmt nun mein Nachen hinaus.


Das Gedicht "Heiterkeit, güldene, komm!" stammt von   (1844 - 1900).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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