O Mensch! Gib acht!

Was spricht die tiefe Mitternacht?

» Ich schlief, ich Schlief -,

Aus tiefem Traum bin ich erwacht: -

Die Welt ist tief,

Und tiefer als der Tag gedacht.

Tief ist ihr weh -,

Lust - tiefer noch als Herzeleid:

weh spricht: Vergeh!

Doch alle Lust will Ewigkeit -

- Will tiefe, tiefe Ewigkeit! «


Das Gedicht "Das trunkene Lied" stammt von (* 1844-10-15, † 1900-08-25).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte