Ich liege ausgehöhlt und leer,
Man hat mich weggeworfen,
Die Erde ist so hart und schwer,
Ich habe keine Tränen mehr.
Doch einstmals liebte ich dich sehr,
Da konnte ich noch weinen,
Da glich ich nicht den Steinen.
Will keine Sonne scheinen
In meine Dunkelheit?
Einst war es mir, als rief er,
Doch klang es viel zu weit,
Und niemand kann mich halten.
Jetzt fall ich immer tiefer
Aus der Zeit
In die Falten
Der Unendlichkeit.
Das Gedicht "Die Verlassene klagt" stammt von Francisca Stoecklin (1894 - 1931).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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