Herrliche Frucht,

im Haine behutsam gereift.

Von Sonne und Südwind

tausendmal geküßt, gerötet, gegoldet.

Duftend und schwer

ruhst Du in meiner Hand.

 

Wieviele Sonnenküsse,

wieviele Regenschauer,

wieviel Vollmondschein,

welch ein großes warmes Land

halte ich mi dir, Vollkommene!

in meiner kleinen gewölbten Hand.


Das Gedicht "An eine Orange" stammt von   (1894 - 1931).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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