Ruhbedürftig, liebesübersättigt,

Sinkt nach tobenden Genüssen

Dein gespensterblasser,

Herrlicher Leib

Keuchend zurück.

Weit geöffnet, in schweren Atemzügen

Zittern die Nüstern,

Und im leisen Nachkrampf

Zerren sich die hochgeschürzten Lippen...

Langsam steigt von Deinem tiefgelegnen

Onyxdunklen Auge

Deines Lides leichtumblauter,

Schwerer Schleier.

Liebesicher und hochmut-funkelnd

Glutet Dein Blick in meinem...

Plötzlich, den hilflos-zornigen,

Liebezermarterten Leib

Machtvoll niederzwingend,

Wühlt sich der Wille zur Wollust

Nochmals stürmisch auf aus Deiner Seele,

Und herüber zu mir

Zischt Dein gewaltiges

Grauenhaft süßes:

"Her zu mir!"


Das Gedicht "Ruhbedürftig, liebesübersättigt..." stammt von   (1870 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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