Selig, willenlos dahingegeben,

Ruht der schlanke Leib in meinen Armen,

Und die feuchten, vollen Lippen suchen

Leise die meinen.

 

Aber keine Liebesworte schauern

Aus bedrängtem Busen weich ans Ohr mir;

Nur die dunklen, angstvoll großen Augen

Leuchten vor Liebe.

 

Schweigend pressen sich die heißen Hände,

Sprechen sich die Geister und die Herzen,

Und geheimnisvoll beschleicht die Seele

Ahnung des Glückes.


Das Gedicht "Stumme Liebe" stammt von (* 1870-05-29, † 1928-10-26).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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