Abgeschüttelt

Hab′ ich meiner Freunde Scharen,

Einsam bin ich geworden

Köstlich einsam...

 

Wie ferner Brandung

Schütterndes Tosen verklang

Der Lärm des Lebens,

Einsam bin ich geworden,

Köstlich einsam...

 

Aus tödtlichem Schlummer

Erstand meine Seele,

Und mit leiser, leiser,

Ängstlich-wagender Stimme singt sie

Alte, süße,

Thörichte Kinderweisen!

Einsam bin ich geworden,

Köstlich einsam. -


Das Gedicht "Einsam" stammt von   (1870 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte