Du hast mich fortgeschickt, und ich geh heim.

Die Gaslaternen blinzeln frech und schielen.

Im Rinnstein drängt sich dicker Straßenschleim.

Zufrieden tropfend gluckst es in den Sielen.

 

In einem Seitenweg verhallt ein Schritt,

leicht und beschwingt, als käm er vom Genießen.

Studenten torkeln mir vorbei zu dritt,

die Zeitungsblätter auf die Stöcke spießen.

 

Ich tu mir leid. Mein Schmerz stimmt mich vergnügt,

heißt mich auf alle Ärgernisse achten,

ob gegen dich sich draus ein Vorwurf fügt

und die, die im Kaffeehaus mit dir lachten.

 

Wart! Morgen sprechen wir uns schon dafür.

Mein Ingrimm wird sich zu entladen wissen. -

Da bin ich - öffne zögernd deine Tür -

und küsse weinend deine leeren Kissen.


Das Gedicht "Du hast mich fortgeschickt..." stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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