Die Därme wälzen sich im Kampfe;

es zuckt der Leib im Magenkrampfe:

die Welt ist schlecht, - die Welt ist schlecht.

Daß die der Herr im Zorn zerstampfe!

Daß sie verpuffe und verdampfe! -

So wär′ es recht! - So wär′ es recht!

 

Angst ist das Leben und Beschwerde;

der Mensch, er sitzt am Schmerzensherde

im Weltenbauch, - im Weltenbauch.

In qualzerrissener Gebärde

krümmt sich der Bauch der Welt, der Erde, -

und meiner auch. - Und meiner auch.


Das Gedicht "Bauchweh" stammt von (* 1878-04-06, † 1934-07-10).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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