Nun ist das Fest der Weihenacht

das Fest, das alle glücklich macht,

wo sich mit reichen Festgeschenken

Mann, Weib und Greis und Kind bedenken,

wo aller Hader wird vergessen

beim Christbaum und beim Karpfenessen; -

und Groß und Klein und Arm und Reich,-

an diesem Tag ist alles gleich.

So steht′s in vielerlei Varianten

in deutschen Blättern. Alten Tanten

und Wickelkindern rollt die Zähre

ins Taschentuch ob dieser Märe.

Papa liest′s der Familie vor,

und alle lauschen und sind Ohr ...

Ich sah, wie so ein Zeitungsblatt

ein armer Kerl gelesen hat.

Er hob es auf aus einer Pfütze,

dass es ihm hinterm Zaune nütze.


Das Gedicht "Weihnachten" stammt von   (1878 - 1934).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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