Was schwatzt von andern Ländern

Ihr Tage lang mir vor!

Ich zieh′ trotz euerm Lobe

Die liebe Heimath vor.

Die Schneezeit ausgenommen,

Ist hier es immer grün;

Oft sag′ ich in Gedanken:

»Bald werden Veilchen blühn!«

In Welschland hör′ ich immer,

Da ist es wunderschön! -

Doch Mädchen, schön wie unsre,

Sind schwerlich dort zu sehn.

Schwatzt mir von andern Ländern,

So viel ihr wollet, vor;

Ich zieh′ trotz allem Lobe

Mein liebes Rußland vor!


Das Gedicht "Russisches Bauerlied" stammt von   (1808 - 1825).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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