In der ganzen Stadt ist keine

Hütte kleiner als die meine;

Für mich ist sie groß genug.

Noch viel kleiner ist mein Gärtchen,

Ich nur gehe durch sein Pförtchen;

Doch auch so ist′s groß genug.

Zweimal setz′ ich mich zu Tische,

Etwas Fleisch, Kohl, Grütze, Fische;

Hungrig ging ich nie zur Ruh.

Ja, im Sommer, ess′ ich Beeren:

Him- und Erd- und Heidelbeeren,

Oft kommt eine Birn dazu.

Bisher hatt′ ich stets zwei Kleider;

Viele Menschen haben, leider!

Eines nur, und das noch schwach.

Klagen wäre eine Sünde!

Arm ist nur der Lahme, Blinde,

Und die Waise ohne Dach.


Das Gedicht "Meine Lebensart" stammt von   (1808 - 1825).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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