Oft fand ich mein entschwundnes Glück

In einem nächtlichen Gesicht,

Doch ließ mich hoffnungslos zurück

Ein wacher Traum im Tageslicht.

 

Ach, was ist nicht ein solcher Traum

Für ihn, der mitten in der Flucht

Der Dinge über Zeit und Raum

Der Seele einen Stützpunkt sucht!

 

O dieser Traum - dieweil in Qual

Und Wirrnis um mich lag die Welt -

Hat wie ein Schutzgeist manches Mal

Sich zu mir Einsamen gesellt.

 

Was durch der Täuschung Dämmerlicht

So tröstend schimmerte von fern -

War es dem Herzen teurer nicht,

Als selbst der Wahrheit Tagesstern?


Das Gedicht "Ein Traum" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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