Ein Ritter, hehr

Von Art und Ehr′,

Durch Sonnenschein zog und Schatten.

Er ritt gar lang

Durchs Land und sang

Und suchte El Dorado.

 

Doch wurde alt

Die Reckengestalt,

Ihm sank ins Herz ein Schatten,

Denn nirgends er fand

Ein Fleckchen Land,

Das aussah wie El Dorado.

 

Und als er gar

Entkräftet war,

Da traf er Pilger Schatten -

Den sprach er an:

»Schatten, wo kann

Es liegen: El Dorado?«

 

»Reit immerzu

Über Mondberge du

Hinab ins Tal des Schattens,

Reit fort und fort« -

War Schattens Wort -

»Dort findest du El Dorado.«


Das Gedicht "El Dorado" stammt von   (1809 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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