Jenseit der Sphäre, die am weitsten kreist,
Dringt mancher Seufzer, der der Brust entwehet,
Indem die neue Einsicht, ausgesäet
Von tränenvoller Lieb', ihn aufwärts reißt.

Kommt er dort an, wohin die Sehnsucht weist,
So schaut die Herrin er, die Ehr' empfähet,
Und die so große Helligkeit umfähet,
Daß durch den Glanz sie schaut der fremde Geist.

Solch Anschaun ist's, daß, gibt er mir Bericht,
Ich's nicht versteh', so spricht er unvernehmlich
Zum wehen Herzen, das ihn reden hieß.

Von Ihr, der wonniglichen, spricht er nämlich,
Denn, weil er häufig: "Beatrice!" spricht,
Ist dies mir, teure Fraun, nicht ungewiß.


Das Gedicht "Fünfundzwanzigstes Sonett" stammt von   (1264 - 1321).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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