Auf das Feuer mit dem goldnen Strahle
Heftet sich in tiefer Mitternacht
Schlummerlos das Auge der Vestale,
Die der Göttin ewig Licht bewacht.
Wenn sie schlummerte, wenn sie entschliefe,
Wenn erstürbe die versäumte Glut,
Eingesargt in Gruft und Grabestiefe
Würde sie, wo Staub und Moder ruht.
Eine Flamme zittert mir im Busen
Lodert warm zu jeder Zeit und Frist
Die, entzündet durch den Hauch der Musen,
Ihnen ein beständig Opfer ist.
Und ich hüte sie mit heilger Scheue
Dass sie brenne rein und ungekränkt;
Denn ich weiss, es wird der ungetreue Wächter
lebend in die Gruft versenkt.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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