Im kleinen Stübchen, das von ihrer Seele

An reiner Zierde uns ein Abbild schenket,

Sitzt sie und stickt, den holden Blick gesenket,

Daß sich ins reine Werk kein Fehler stehle.

 

Was ihres Busens keuscher Flor verhehle

Und ihre Hand in stillem Fleiße lenket,

Die Lilie an ihrer Seite denket,

Das Täubchen dir in ihrem Schoß erzähle.

 

Durchs Fenster sehen linde Sonnenstrahlen,

Die Josephs Bild, das eine Wand bedecket,

Mit ihrem frohen Glanze heller malen,

 

Und wär der Schein der Taube zu vereinen,

Die sie herabgebückt im Schoß verstecket,

Marie würde Mutter Gottes scheinen.


Das Gedicht "Mariens Bild" stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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