Ich hab in heißer Sonnen

Mein Denken all gesponnen

Zu einem Mäntelein fein

Ich habs in Angst gewebet

Mein Schifflein hat geschwebet

In steter Not und Pein

Ich habs mit Tränen erweichet

Und hab es still gebleichet

In Mond und Sternenschein

Ich trug es ohn Verweilen

Gar viele, viele Meilen -

Da war mein Tuch zu klein

Ich wollt sie mit bedecken,

Da zuckt an allen Ecken

Heraus das Flammelein

 

Und drüben strömen in Wellen

Viel tausend tausend Ellen

Rot Tuch dahin im Wind

Und trunken von den Farben

Schaut sie, und ich muß darben

Hab nichts fürs ärmste Kind


Das Gedicht "Ich hab in heißer Sonnen" stammt von   (1778 - 1842).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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