Kennst Du das Wort, das allgewalt′ge Schwingen

Dem Geiste leiht, das schwerste zu vollbringen?

Das göttergleich, gesunknen Muth befeuert,

Und starke Kraft in schwacher Brust erneuert?

 

Das bittre Opfer, sonst dem Schmerz geweiht,

Für mich erhöht zur höchsten Seeligkeit?

Kennst Du das Wort, dem nie ein andres glich?

Der Liebe Losung ist′s, es heißt: Für Dich!

 

Für Dich dem Tode still mich hinzugeben,

Dünkt süßer mir, als ohne Dich zu leben.

Doch knüpfte auch, im innigsten Vereine,

Mein Schicksal liebevoll sich an das Deine,

 

So würd′ ich dennoch gern von Daseyn scheiden,

Befreite Dich mein Tod von Schmerz und Leiden,

Und selbst in banger Qual beglückte mich

Des Zauberwortes Himmelsklang: Für Dich!


Das Gedicht "Für Dich" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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