Lächelndes schönes Gestirn, zu Deiner unendlichen Höhe

Wend′ ich den traurigen Blick, und er erheitert sich oft.

So auch erheb′ ich zu Ihm die schwermuthsvollen Gedanken,

Und dann scheint mir die Welt nicht mehr ein Kerker zu seyn.

 

Freundlich winkt mir sein Bild, wenn ich Dich einsam betrachte.

Still und schweigend wie Du, wandelt Er ferne von mir.

Aber es nahet mir hold auf muthlos umdämmerten Bahnen,

Sanft wie Dein leuchtender Schein, seiner Erinnerung Gruß.

 

Unerreichbar bist Du, o Mond, in der Ferne des Himmels,

Dennoch verklärst Du die Nacht still mit erquickendem Glanz;

So erfüllet auch Er mit Licht und Kraft mir den Busen,

Ewig mir ferne wie Du, ist er dem Geiste doch nah.


Das Gedicht "Der Mond und Er" stammt von   (1777 - 1849).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Weitere gute Mondgedichte zum schmökern.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte