Schwing dich / meine Seel' / in Himmel / aus der Eitlen Zeitlichkeit!
schwing dich hin / woher du kommst / wo du auch wirst wider bleiben.
Wollst mit süsser Denke-Lust deine weil dieweil vertreiben:
biß du wirst ergetzt / versetzet in die Zeit-befreyte Zeit.
    Ach ich meyn die Ewig-Ewig-Ewig-Ewig-Ewigkeit /
in die der belebend Tod wird entleibend einverleiben.
Vnterdessen soll mein' Hand was von ihrer Hoheit schreiben /
von der nie gefühlten Fülle / ihrer Erz-Herz-süssen Freud.
    Krafft und Safft der Ewigkeit / die aus und mit dir entsprungen /
der du Vnursprünglich lebest und dahero Ewig bist!
leg die künfftig Wunder-Wonn' in den Mund und auf die Zungen
    daß ich klärlich herrlich schreibe / wie dein will ohn Ziel dort ist /
uns mit dir / dem höchsten Gut / zu vereinen unverdrungen.
Komme wider / komm hernider / zum Gericht gerüster Christ!


Das Gedicht "Verlangen nach der herrlichen Ewigkeit" stammt von   (1633 - 1694).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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