Freud'-erfüller / Früchte-bringer / Vielbeglückter Jahres-Koch
Grünung-Blüh und Zeitung-Ziel / Werkbeseeltes Lustverlangen!
Lange Hoffnung / ist in dir in die Tat-Erweisung gangen.
Ohne dich / wird nur beschauet / aber nichts genossen noch.

Du Vollkommenheit der Zeiten! Mache bald vollkommen doch
was von Blüh' und Wachstums-Kraft halbes Leben schon empfangen.
Deine Wirkung kann allein mit der Werk-Vollziehung prangen.
Werter Zeiten-Schatz! Ach bringe jenes blühen auch so hoch.

Schütt' aus deinem reichen Horn hochverhoffte Freuden-Früchte.
Lieblich süßer Mund-Ergötzer! Lab' auch unsern Geist zugleich:
so erhebt mit jenen er deiner Früchte Ruhm-Gerüchte.

Zeitig die verlangten Zeiten / in dem Oberherrschungs-Reich.
Lass die Anlas-Kerne schwarz / Schickungs-Äpfel saftig werden:
dass man Gottes Gnaden-Frücht froh geniest und isst auf Erden.


Das Gedicht "Auf die Fruchtbringende Herbst-Zeit" stammt von   (1633 - 1694).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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