Der Sommersonne goldlohenden Schein

Sogen die grünkühnen Blätter ein,

Selber das Gold zu erwerben -

Nun müssen sie alle sterben.

 

Aber die Buße

Macht ihnen nicht bang -

Noch können sie eine Weile lang

Prangen im goldenen Überschwang!

Und mit leuchtendem Gruße

Jubeln sie der Ewigen zu:

Sonne, wir sind dir gleich!

Sonne, wir wurden so reich

Wie du!


Das Gedicht "Herbstlaub" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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