Laßt Berenicens haupt mit güldnen haaren prangen/
Schreib/ Conon/ wie du wilst/ sie in die sternen ein.
Leug/ leug/ Callimachus/ daß wann der tag vergangen
Sie dieser unter-welt statt einer lampe seyn.
Eur ruhm ist fabel-werck, und wär es auch geschehen/
Was wunder wär es denn ein rothes haar zu sehen?
Schaut, meine liebste führt kein feuer auff dem kopffe/
Dann dieses steht allein nur ihren augen an;
Ihr haar ist seid und flachs/ und ihrem lichten zopffe
Fehlt nichts/ als daß man ihn nicht recht beschreiben kan.
Wer wolte sich denn nun nicht willig lassen binden/
Wenn man die fässel kan in solchen stricken finden?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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