O fasse Mut, er ist dir nah

Du hast sein Fleisch, sein heilig Blut

Genossen ja.

O meine arme Seele, fasse Mut

Er ist ja dein, er ward dein Fleisch und Blut.

Nicht wie du solltest, reich und warm

Kamst freilich du zu seinem Mahl:

Du warst ein arm

Zerlumpter Gast: doch zitterte die Qual

In dir des Sehnens: Tränen sonder Zahl

Hast du vergossen in der Angst,

Die dennoch Freudenschauer war.


Das Gedicht "Am Fronleichnamstage" stammt von   (1797 - 1848).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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