Komm, Mädchen, mit mir Hand in Hand

Dahin zum schatt′gen Blumenstrand,

Dort weht so linde Frühlingsluft

Und hauchet süßen Balsamduft.

 

Es murmelt traut der nahe Quell,

Es drückt sich liebend Well′ an Well′,

Am Strand ein junges Blümchen keimt,

An welches mild das Bächlein schäumt.

 

Dort girren Täubchen sonder Rast

Auf schattig kühnem Eichenast,

Es scheint, als ob sie wechselweis

Sich stritten um der Liebe Preis.

 

Sieh! wie sich alles freudig regt,

Doch wenn die Scheidestund′ uns schlägt,

Ist alles traurig, still, und ach! -

Es schweigen Tauben, Luft und Bach.


Das Gedicht "Im Freien" stammt von   (1808 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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