Wenn deine Hochzeit nahet,

Leg′ ich ins Grab mich hinein;

Dann fließt doch keine Träne

In euren Freudenwein.

 

Dann lacht dir keiner ins Antlitz,

Wenn Treue du versprichst;

Brauchst dich nicht zu verstecken,

Wenn du den Brautkranz flichtst.

 

Und hast du zu wenig Blumen,

Um sie durch den Kranz zu ziehn;

Geh nur zu meinem Grabe,

Da werden wohl einige blühn.


Der Text des Gedichts "Der Verlobten" stammt von (* 1808-04-11, † 1876-09-12).




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