Hör′ des Sterbenden Vermächtnis,
Höre meinen letzten Laut:
Diese Blume, welk und farblos,
Sei als Gabe dir vertraut!
Wie sie teuer, wie sie kostbar,
Dir ist es ja ganz bewußt:
An dem Tag, als mein du wurdest,
Raubt′ ich sie von deiner Brust.
Liebchen, laß an deinem Busen,
Laß die welke Blume ruhn,
Einst der Liebe traute Gabe,
Doch des Schmerzens Gabe nun!
Dann wirst du′s im Herzen lesen,
Gleich der Schrift im Leichenstein:
Wann und wie sie dir geraubt ward,
Wann und wie sie wieder dein.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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