Muhme Rehler hatt′ ′n Garten,

Ach, ′n wunderschönen Garten!

Und der war vergittert.

 

In dem Garten stand ein Baum,

Ach, ein wunderschöner Baum!

Der gibt Dir nicht Schatten.

 

Auf dem Baum, da war ein Zweig,

Ach, ein wunderschöner Zweig!

Dein sind nicht die Früchte.

 

Auf dem Zweig da war ein Nest,

Ach, ein wunderschönes Nest!

Nur für große Vögel.

 

In dem Nest, da lag ein Ei!

Ach, ein wunderschönes Ei!

Das ist Dein, mein Söhnchen.

 

In dem Ei, da steht geschrieben:

Du sollst Deinen König lieben.


Das Gedicht "Wiegenlied" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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