Fritz frägt den alten Vater;

»Wo ist mein blankes Schwert?

Will ziehen gen den Buben,

Der uns die Freiheit wehrt!

 

Was frommt′s mir, daß ich lernte

Bis in die späte Nacht?

Hinunter mit den Ketten,

So weit die Sonne lacht!

 

Fort mit den staub′gen Büchern,

Fort mit der Wissenschaft!

Der Freiheit will ich opfern

Des Lebens Thatenkraft!

 

Es ruft mich in die Schranken,

Zu kämpfen für das Recht,

Und fall′ ich auch, so kämpft′ ich

Für′s kommende Geschlecht!«

 

Der Vater aber schüttelt

Das altermüde Haupt,

Und spricht: mein lieber Fritze,

Das ist ja nicht erlaubt!


Das Gedicht "Sohn und Vater" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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