Nun, adeliger Schuft, Verbrecher,

Der frech betrogen und geraubt,

Nun ist′s, den Unsern dich zu nennen,

Uns bürgerlichem Pack erlaubt.

 

Dem Beispiel deiner Ahnen folgend,

Traf dich so hartes Mißgeschick!

Jetzt nimmt man Räubern ihren Adel -

So geht die schöne Zeit zurück!

 

Nun, Schurke, bist du unser worden,

Da Schmach an deinem Namen klebt;

Denn wir sind die gebornen Schurken,

Von denen Staat und König lebt.

 

Doch tröste dich und strebe weiter,

Verfolge deinen Galgenlauf!

Dann, aus der bürgerlichen Sphäre,

Zieht man dich wiederum hinauf.


Das Gedicht "Der Verlust des Adels" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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