Und das ist ja durch's ganze Land

Beim Buben und der Maid bekannt,

Daß, wenn ein Stern vom Himmel fährt,

Was schnell man wünschte, wird erhört.

 

Da wünscht sich nun beim Sternenglanz:

Das Gretchen bald den Myrthenkranz;

Kaum ist der junge Tag heran,

Da hält ihr Liebster um sie an!

 

Der Eine wünscht sich Glanz und Pracht

Der And're eine süße Nacht,

Der Dritte wünscht sich Dies und Das,

Und Allen wurd's erfüllet baß.

 

Nur der dies Liedel hat erdacht,

Dem hat es nicht so gut gemacht;

Dem wurde bis auf diese Stund,

Noch keinerlei Erhörung kund.

 

Denn jüngst zur Nacht da schneuzt es sehr,

Die Sterne flogen hin und her!

Da rief er: Deutschland, schneuze dich

Auch du ein Mal recht ordentlich!


Das Gedicht "Die Sternschneuzen" stammt von   (1810 - 1876).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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