Nacht ist's. Trüb' flackert der Ampeln Licht,

Des Mondes Schein durch die Fenster bricht.

Wir sitzen im Kreis beim festlichen Mahl,

Von Hand zu Hand geht der duftige Pokal.

Wild-üppige Zecher sind wir zumeist,

Manches Witzwort sprüht von Geist zu Geist.

Dazwischen tönt der Dirnen Gelach,

Das klingt so gell, das klingt so jach ...

O tolles Schwelgen im Ueberfluß!

Immer süßer berauscht uns der Dämon Genuß.

Ob auch in nächster Stunde vielleicht

Der Tod über unsere Häupter streicht:

Uns kümmert es nicht. Brust wogend an Brust –

So lasst uns sterben im Taumel der Lust!


Das Gedicht "Im Zecherkreis" stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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