Mit dämonischen Reizen

Schmückte dich Venus,

Die Göttin der Liebe:

Du wollüstig blasse,

Lustheischende Dirne.

Wie schön bist du!

Leise heben sich

In zitternden Wogen

Deiner üppigen Brüste

Zartknospende Rosen.

Phantastisch flutet

Deines Seidenhaars

Duftige Lockenfülle

Auf den blüthenweißen

Nacken hernieder,

Der so lieblich gerundet ...

Immer heißer zehrt

Am innersten Mark mir

Deiner nachtschwarzen Augen

Wildlodernde Glut.

Wollustathmend,

Fieberheiß,

Blüht mir entgegen

Deines schwellenden Leibes

Nacktschimmernde Pracht;

Und wonnig umschlungen

Von dem sammetweichen Fleische

Deiner weißkosigen Arme

Sinke ich liebeächzend

In deines feuchten

Brünstigen Schooßes

Thauspendende Tiefen.

Voll süßer Gier,

In wahnsinniger Trunkenheit

Preß ich dich an mich;

Lippe brennt auf Lippe,

Leib schwelgt an Leib,

In seligen Schauern

Rinnt in einander

Der Seelen Geheimniß ...


Das Gedicht "A la Makart" stammt von   (1864 - 1913).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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