Des Abends grüne Woge erhebt sich groß.
Die Firmamente über uns singen leis.
In dunklem Rausch ein Baum gewaltig
wirft sich im Tanze dem Mond entgegen.
Der Wald flammt schwer, ein finsteres Feuer weit.
Die Wiese schwankt gespenstisch, ein Schiff im Raum.
Gestirne hangen, fernes Antlitz,
fremd zwischen Wolken, die näher schweifen.
Wir schlafen tief. Es nistet die Stirn im Stein
des Hauses, das mit uns durch die Träume fährt,
die uns der Sonne Wein noch schenkte,
dunkel am Horizont: Mohnes Blüte!
Die Nacht äugt groß am Fenster, ein buntes Tier.
Vom Wolkenrand träuft Licht auf der Lippe Flor.
Die Hand erbleichend schwankt im Schlafe.
Düstre Musiken erklingen innen
in unsrer Brust. Unendliche Nacht dort blüht
und steigt und tönt. Ein Meer schwemmt durch uns hindurch.
Wir sinken tief und tiefer immer,
schlafend und träumend zu uns hinüber.
Gedichte