Ein Gutachten

 

Bedenk es wohl, eh du sie taufst!

Bedeutsam sind die Namen;

Und fasse mir dein liebes Bild

Nun in den rechten Rahmen.

Denn ob der Nam′ den Menschen macht,

Ob sich der Mensch den Namen,

Das ist, weshalb mir oft, mein Freund,

Bescheidne Zweifel kamen;

Eins aber weiß ich ganz gewiß:

Bedeutsam sind die Namen!

So schickt für Mädchen Lisbeth sich,

Elisabeth für Damen;

Auch fing sich oft ein Freier schon,

Dem Fischlein gleich am Hamen,

An einem ambraduftigen,

Klanghaften Mädchennamen.


Das Gedicht "Zur Taufe" stammt von   (1817 - 1888).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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