Dir, Mädchen, schlägt mit leisem Beben
  Mein Herz voll Treu’ und Liebe zu.
In dir, in dir versinkt mein Streben;
  Mein schönstes Ziel bist du.
Dein Name nur in heil’gen Tönen
  Hat meine kühne Brust gefüllt;
Im Glanz des Guten und des Schönen
  Strahlt mir dein hohes Bild.

Die Liebe sproßt aus zarten Keimen,
  Und ihre Blüten welken nie.
Du, Mädchen, lebst in meinen Träumen
  Mit süßer Harmonie.
Begeistrung rauscht auf mich hernieder;
  Kühn greif’ ich in die Saiten ein,
Und alle meine schönsten Lieder,
  Sie nennen dich allein.

Mein Himmel glüht in deinen Blicken,
  An deiner Brust mein Paradies.
Ach! alle Reize, die dich schmücken,
  Sie sind so hold, so süß.
Es wogt die Brust in Freud’ und Schmerzen;
  Nur eine Sehnsucht lebt in mir,
Nur ein Gedanke hier im Herzen:
  Der ew’ge Drang nach dir.


Das Gedicht "Liebesrausch" stammt von   (1791 - 1813).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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