Sinkt der Tag
in Abendgluten,
Schwimmt das Tal
in Nebenfluten.
Heimlich
aus der Himmelsferne
blinken schon
die goldnen Sterne.
Flieg zum Nest
und schwimm zum Hafen!
Gute Nacht!
Die Welt will schlafen!
Gedichte
Theodor Fontane
Sinkt der Tag
in Abendgluten,
Schwimmt das Tal
in Nebenfluten.
Heimlich
aus der Himmelsferne
blinken schon
die goldnen Sterne.
Flieg zum Nest
und schwimm zum Hafen!
Gute Nacht!
Die Welt will schlafen!
Das Gedicht "Am Abend" stammt von Theodor Fontane (1819 - 1898).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.