Abendtrauer, du klingende Laute,
 Seele des Dunkels, du Jugendvertraute,


Abendtrauer, du tröstendes Leid,
 Sanftes Gespiel meiner Einsamkeit,


Abendtrauer, du rauschende Kühle, –
Abendtrauer, wie ich dich fühle!


Dunkle Lippen, mit Süße getränkt,
 Haben sich leise den meinen gesenkt,


Linde Hände mit zärtlichem Strich
 Rühren mein Antlitz und lassen mich


Ganz schon in wartender Wollust beben,
 Deiner Wehmut mich hinzugeben.


Das Gedicht "Abendtrauer" stammt von   (1881 - 1942).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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