Zum Lieben sind wir nie zu alt!
Wohl dem, der drob nicht streitet.
Und, so lang er durchs Dasein wallt,
Von Liebe ist geleitet!

Ob jünger, älter um manch Jahr!
Wird Lieb' um das sich kümmern?!
Was thut's, ob hier und dort ein Haar
Am Scheitel grau mag schimmern?!

Frägt Liebeslust, frägt Liebesleid,
Ob Kümmernisse haben
In's Antlitz mit dem Pflug der Zeit
Manch Furche schon gegraben?!

Ohn' Liebe leben wäre arg!
Drum altert nicht die Liebe!
Und so lang Kraft noch webt im Mark,
Besel'gen ihre Triebe!

Es liebt der Mensch, so lang er leibt
Und gleicht darin der Linde,
Die immer junge Triebe treibt
Trotz - tausendjähr'ger Rinde!


Das Gedicht "Zum Lieben sind wir nie zu alt" stammt von   (1852 - 1907).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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