O mein Geliebter - in die Kissen

bet ich nach dir, ins Firmament!

O könnt ich sagen, dürft er wissen,

wie meine Einsamkeit mich brennt!

 

O Welt, wann darf ich ihn umschlingen!

O laß ihn mir im Traume nahn,

mich wie die Erde um ihn schwingen

und seinen Sonnenkuß empfahn

 

und seine Flammenkräfte trinken,

ihm Flammen, Flammen wiedersprühn,

o Welt, bis wir zusammensinken

in überirdischem Erglühn!

 

O Welt des Lichtes, Welt der Wonne!

O Nacht der Sehnsucht, Welt der Qual!

O Traum der Erde: Sonne, Sonne!

O mein Geliebter - mein Gemahl -


Das Gedicht "Nachtgebet der Braut" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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