Lege deine Hand auf meine Augen,
daß mein Blut wie Meeresnächte dunkelt:
fern im Nachen lauscht der Tod.
Lege deine Hand auf meine Augen,
bis mein Blut wie Himmelsnächte funkelt:
silbern rauscht das schwarze Boot.
Gedichte
Richard Dehmel
Lege deine Hand auf meine Augen,
daß mein Blut wie Meeresnächte dunkelt:
fern im Nachen lauscht der Tod.
Lege deine Hand auf meine Augen,
bis mein Blut wie Himmelsnächte funkelt:
silbern rauscht das schwarze Boot.
Das Gedicht "Letzte Bitte" stammt von Richard Dehmel (1863 - 1920).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.