Du wirst nicht weinen. Leise, leise

wirst du lächeln; und wie zur Reise

geb ich dir Blick und Kuß zurück.

Unsre lieben vier Wände! Du hast sie bereitet,

ich habe sie dir zur Welt geweitet -

o Glück!

 

Dann wirst du heiß meine Hände fassen

und wirst mir deine Seele lassen,

läßt unsem Kindern mich zurück.

Du schenktest mir dein ganzes Leben,

ich will es ihnen wiedergeben -

o Glück!

 

Es wird sehr bald sein, wir wissen′s Beide.

Wir haben einander befreit vom Leide;

so geb ich dich der Welt zurück.

Dann wirst du mir nur noch im Traum erscheinen

und mich segnen und mit mir weinen -

o Glück!


Das Gedicht "Befreit" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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