Weich küßt die Zweige

der weiße Mond.

Ein Flüstern wohnt

im Laub, als neige,

als schweige sich der Hain zur Ruh:

Geliebte du -

 

Der Weiher ruht, und

die Weide schimmert.

Ihr Schatten flimmert

in seiner Flut, und

der Wind weint in den Bäumen:

wir träumen - träumen -

 

Die Weiten leuchten

Beruhigung.

Die Niederung

hebt bleich den feuchten

Schleier hin zum Himmelssaum:

o hin - o Traum - -


Das Gedicht "Helle Nacht" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Weitere gute Nachtgedichte zum schmökern.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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