Still von Baum zu Bäumen schaukeln

meinen Kahn die Uferwellen;

märchenblütenblau umgaukeln

meine Fahrt die Schilflibellen,

Schatten küssen den Boden der Flut.

 

Durch die dunkle Wölbung der Erlen

- welch ein funkelndes Verschwenden -

streut die Sonne mit goldenen Händen

silberne Perlen

in die smaragdenen Wirbel der Flut.

 

Durch die Flucht der Strahlen schweben

bang nach oben meine Träume,

wo die Bäume

ihre krausen Häupter heben

in des Himmels ruhige Flut.

 

Und in leichtem, lichtem Kreise

weht ein Blatt zu meinen Füßen

nieder; und des Friedens leise

weiße Taube seh ich grüßen,

fernher grüßen

meiner Seele dunkle Flut.


Das Gedicht "Blick ins Licht" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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