Wenn die Felder sich verdunkeln,

fühl ich, wird mein Auge heller;

schon versucht ein Stern zu funkeln,

und die Grillen wispern schneller.

 

Jeder Laut wird bilderreicher,

das Gewohnte sonderbarer,

hinterm Wald der Himmel bleicher,

jeder Wipfel hebt sich klarer.

 

Und du merkst es nicht im Schreiten,

wie das Licht verhundertfältigt

sich entringt den Dunkelheiten.

Plötzlich stehst du überwältigt.


Das Gedicht "Manche Nacht" stammt von   (1863 - 1920).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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