Weltenweiter Wandrer,

walle fort in Ruh..........

Also kennt kein andrer

Menschenleid wie - du.

 

Wenn mit lichtem Leuchten

du beginnst den Lauf.

schlägt der Schmerz die feuchten

Augen zu dir auf.

 

Drinnen liegt - als riefen

sie dir zu: versteh ! -

tief in ihren Tiefen

eine Welt von Weh.........

 

Tausend Tränen reden

ewig ungestillt, - -

und in einer jeden

spiegelt sich dein Bild.


Das Gedicht "Nachtgedanken" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





Zur Startseite: Gedichte