1919

 

Du Dunkelheit, aus der ich stamme

ich liebe dich mehr als die Flamme,

welche die Welt begrenzt,

indem sie glänzt

mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

für irgend einen Kreis,

aus dem heraus kein Wesen von ihr weiß.

 

Aber die Dunkelheit hält alles an sich:

Gestalten und Flammen, Tiere und mich, wie sie′s errafft,

Menschen und Mächte -

 

Und es kann sein: eine große Kraft

rührt sich in meiner Nachbarschaft.

 

Ich glaube an Nächte.


Das Gedicht "Du Dunkelheit, aus der ich stamme" stammt von   (1875 - 1926).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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